DER FLIEGENPILZ

- der weise Wächter an der Schwelle 


 Wenn die Zeit zwischen den Tagen dünn wie Nebel ist,
 beschenken wir uns seit je her mit Fliegenpilzen als Glückssymbol, 
 - für unsere Visionen und Wünsche im neuen Jahr... 
Möge mit dieser Mythologie die magische Qualität des 

 AMANITA MUSCARIA 

 aus seiner Vergessenheit erwachen.

DER FLIEGENPILZ
 

Ein rotes Leuchten im Moos,
 übersät mit kleinen weißen Punkten,
 als hätte der Himmel selbst
 seine Spuren auf ihm hinterlassen.
 Die Alten wussten:
 Er wächst dort,
 wo Wünsche noch wissen,
 wie man fliegt.
Der Fliegenpilz -
 ein Wesen zwischen den Welten.
 Kein Pilz wie andere.
 Glücksbote und Meister des Waldes.
wer ihn sieht zur Schwelle des neuen Jahres,
dem öffnet sich ein inneres Tor.
Er kannte die Sprache der Träume.
Die leisen Bilder,
die nachts anklopfen,
wenn der Verstand schläft
und die Seele wach wird.
Er wusste um das innere Maß,
das verloren geht,
wenn wir zu viel wollen
und zu wenig lauschen.
Und er wusste,
wie man es wiederfindet.

Darum war er ein Glückspilz.
Weil er zurückführte
in die innere Ordnung.
Man erzählte sich,
dass in alten Zeiten
die weisen Frauen
Magie aus ihm lasen,
zwischen Himmel und Erde,
wachen und träumen...
Als unsere Welt immer lauter wurde,
Menschen von ihrer Urnatur entwurzelt,
die weisen Frauen als Hexen verbrannt,
und das feine Heilwissen verblasste,
blieb er dennoch.
Rot.
Unübersehbar.
Majestätisch.
Am Übergang von Alt zu Neu,
Als Hüter der Schwelle.
Wenn-auch still.

Als Erdschamane der sein Myzel wie ein heiliges Orakel,
innerer Ordnung  in den Kosmos webt...
Wer seinem Wesen mit Würde begegnet, wird das pure Leuchten des eigenen Seelenlichts und seine klare Vision darin, als Geschenk empfangen!

PROSIT 2026
NINA LAUBE